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Zentralverband der Augenoptiker: 12 Tipps für eine perfekte Sonnenbrille

Sonnenbrillen werden immer beliebter. Rund drei Viertel aller Erwachsen-en tragen mittlerweile eine Sonnenbrille, die neben ihrer Schutzfunktion gegen die UV-Strahlung auch längst den Schritt zum Mode-Accessoire geschafft hat. Der Zentralverband der Augenoptiker (ZVA) weist jedoch darauf hin, dass die qualitativen Unterschiede bei der Vielzahl der angebo-tenen Modelle sehr groß sind. Viele Merkmale der Brillen sind vom Verbraucher selbst gar nicht zu erkennen. Deshalb ist die qualifizierte Beratung vom Augenoptiker gefragt. Um die Orientierung etwas zu erleichtern, hat der ZVA einige Tipps zusammen gestellt, die beim Kauf einer Sonnenbrille beachtet werden sollten.

1. Ist der UV-Schutz ausreichend?
Gläser müssen vor ultravioletter Strahlung schützen. Ultraviolette Strahlung ist unsichtbar. Sie kann aber in entsprechender Intensität zu schmerzhaften Entzündungen der Binde- und Hornhaut führen. Sonnenbrillen, die nur das sichtbare Licht dämpfen, schaden daher mehr als sie nützen. Sie setzen den natürlichen Schutzmechanismus des Auges außer Kraft, dessen Pupille sich bei Helligkeit „automatisch" verkleinert und somit weniger Strahlung eindringen lässt. Die Filterung der UV-Strahlung findet im Brillenglas statt und ist deshalb nicht vom Tönungsgrad abhängig. Also: Nicht die am dunkelsten gefärbten Gläser schützen am besten, sondern die Sonnenbrille, deren Gläser aus hochwertigem Material mit einem eingebauten UV-Filter gefertigt sind.

 

2. Was verbirgt sich hinter der Bezeichnung „UV 400"?
Die Bezeichnung „UV 400" gibt die Wellenlänge an, unterhalb derer das ultraviolette Licht durch das Glas abgeblockt wird. Ein solcher Wert ist beim Gebrauch im normalen Alttag in der Regel ausreichend, am Meer oder im Gebirge aber nicht unbedingt. Beraten lassen!

 

3. Was versteht man unter Absorption?
Die Absorptionseigenschaft farbiger Brillengläser wird durch die Lichtreduktion gekennzeichnet. Darunter wird der Anteil an Licht verstanden, der durch das Glas beseitigt wird und so nicht in das Auge gelangt. Bei einer Lichtreduktion von 65 % gelangt 35 % des einfallenden Lichts in das Auge. 65 % werden durch Absorption und Reflexion beseitigt. In Mitteleuropa verwendet man Reduktionswerte zwischen 50 % und 75 %. In einer sehr hellen Umgebung, zum Beispiel am Strand oder in einer Schneelandschaft, kann man Reduktionsstufen von 85 % verwenden.

 

4. Auch die Farbe der Gläser spielt eine Rolle
Braune und graue Gläser verfälschen Farbe am wenigsten. Bei allen anderen Glastönungen braucht das Auge eine gewisse Reaktionszeit, um die Farbe wieder neutralisieren zu können. Die Farbe darf nach den Vorschriften der Normen die Erkennbarkeit der Lichter der Verkehrsampeln und des blauen Lichtes der Einsatzfahrzeuge nicht beeinträchtigen. Die Farbe hat keine Auswirkungen auf den UV-Schutz.

 

5. So überprüfen Sie die Qualität von Sonnenschutzgläsern
Hochwertige Gläser weisen keine Schlieren, Blasen oder Einschlüsse auf. Auf einen leichten Fingerdruck hin darf das Glas nicht nachgeben. Ein durch ein Sonnenschutz-glas fixierter Gegenstand sollte sich beim Hin- und Herdrehen der Brille nicht verziehen oder verzerren.

 

6. Die Größe der Gläser muss stimmen
Gläser sollten so groß sein, dass sie die Augen von seitlich, von oben oder durch Reflektion von unten einfallenden Sonnenstrahlen schützen.

 

7. Ist das CE-Kennzeichen vorhanden?
Seit dem 1. Juli 1995 dürfen Sonnenbrillen nur noch vertrieben werden, wenn sie das CE-Kennzeichen tragen. Das CE-Kennzeichen erlaubt den Vertrieb von Sonnenbrillen in allen Staaten der europäischen Union. Angebracht wird es vom Hersteller oder Importeur. Das CE-Kennzeichen garantiert ein Minimum an Qualitätsstandard.

 

8. Sonnenbrillen und Autofahren
Wer viel Auto fährt, sollte darauf achten, dass Fassung und Bügel möglichst schmal gearbeitet sind, damit sie das Gesichtsfeld nicht einschränken. Sonnenbrillen sind nicht dazu gedacht, in der Dämmerung oder Nacht getragen zu werden. Kraftfahrer gefährden sich und andere, wenn sie bei unzureichender Beleuchtung absorbierende Gläser tragen.

 

9. Suchen Sie Ihre Sonnenbrille je nach Tätigkeit aus
Beim Wintersport benötigen Sie eine andere Brille als am Strand, beim Segeln oder Surfen. Schnee und weißer Sand z.B. reflektieren mehr als 90 Prozent der Sonnenstrahlung. (Das ist auch der Grund, warum man auch unter einem Sonnenschirm einen Sonnenbrand bekommen kann.)

 

10. Die Fassung muss passen
Jeder Kopf ist anders. Deshalb muss die Fassung der Kopfform individuell angepasst werden. Der Augenoptiker berücksichtigt mit großer Sorgfalt Kopfform, Schläfen-breite, Abstand der Augen und Position der Ohren.

11. Wie pflegt man Sonnenbrillen?


Wie jede Brille sollte man auch eine Sonnenbrille regelmäßig säubern. Dazu nimmt man ein spezielles Reinigungstuch, das beim Augenoptiker erhältlich ist oder auch ein Geschirrspülmittel und spült mit klarem Wasser nach. Sonnenbrillengläser, die von Sonnenöl oder Cremeresten verschmutzt sind, sollten nicht mit Feuchtreinigungs-tüchern, sondern erst mit klarem Wasser gereinigt werden.

 

12. Der Zentralverband der Augenoptiker rät
Wer mehr über Qualitätsmerkmale beim Sonnenbrillenkauf wissen möchte, wendet sich am besten an seinen Augenoptiker vor Ort.



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