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Kassen müssen häusliche Krankenpflege auch außer Haus zahlen

Besteht ein Anspruch auf häusliche Krankenpflege, so muss die Krankenkasse diese
auch dann sicherstellen und finanzieren, wenn der Patient sie nicht zuhause in Anspruch
nimmt. Dies entschied in einem heute veröffentlichten Urteil der 1. Senat des
Hessischen Landessozialgerichts.
Im vorliegenden Fall ging es um einen heute 44jährigen Mann aus dem Odenwald, der
an Epilepsie und Diabetes leidet und in einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeitet.
Er muss jeden Mittag eine Insulininjektion erhalten, die er sich nicht selber setzen
kann. Die Krankenkasse hatte die Kostenübernahme für die mittägliche Insulinspritze
verweigert, weil sie nicht beim Patienten zuhause, sondern an seinem Arbeitsplatz gesetzt
werden müsse. Die häusliche Krankenpflege beschränke sich auf Leistungen, die
in der Wohnung der Patienten erbracht würden; sie könne nicht auf deren Arbeitsplatz
ausgedehnt werden.
Die dagegen erhobene Klage hatte in beiden Instanzen Erfolg. Die Darmstädter Richter
wiesen darauf hin, dass das Gesetz die häusliche Krankenpflege auch in Werkstätten
für behinderte Menschen vorsehe. Daher sei die Krankenkasse verpflichtet, die Kosten
einer täglichen Insulininjektion am Arbeitsplatz des Klägers zu tragen.

(AZ L 1 KR 110/06 – Die Revision wurde nicht zugelassen. Das Urteil wird unter
www.rechtsprechung.hessen.de ins Internet eingestellt.)



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