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Leitliniengruppe Hessen: Bundesweit erste hausärztliche Leitlinie zur Psychosomatik erschienen

Dass Beschwerden von Patienten somatisch keinen Krankheitsbildern zugeordnet werden können, gehört zum Alltag in hausärztlichen Praxen. Und trotzdem bestehen die Beschwerden, muss der Hausarzt den Patienten in seiner Befindlichkeit wahrnehmen und ihm zu helfen versuchen. Zudem gibt es Erkrankungen, die in Schwere und Verlauf durch den somatischen Befund nicht hinreichend erklärt und verstanden werden können. Um diese wichtige Arbeit zu unterstützen und dem Arzt die notwendige Hilfestellung an die Hand zu geben, ist nun erstmals in Deutschland eine hausärztliche Leitlinie "Psychosomatik" erschienen. Sie wurde im April 2008 fertig gestellt und wird nun der Öffentlichkeit präsentiert.

Für Dr. Joachim Feßler, Hausarzt aus Flörsheim am Main und Mitglied der Leitliniengruppe Hessen, wird durch die neue Leitlinie eine Lücke in der hausärztlichen Praxis geschlossen: "Die Unsicherheit der Kolleginnen und Kollegen bei der Behandlung von Patienten, die mit Beschwerden in die Praxis kommen, für die wir keine körperlichen Ursachen finden, ist naturgemäß groß. Das, was man nicht fassen kann, verunsichert. Deshalb war es überfällig, mit der nun fertig gestellten Leitlinie Hilfen anzubieten und die Behandlung - soweit überhaupt möglich - zu standardisieren."


Jochen Klauenflügel, ärztlicher Psychotherapeut aus Wiesbaden und ebenfalls an der Erstellung der Leitlinie beteiligt, unterstreicht einen zweiten wichtigen Aspekt: "Hausärzte werden immer wieder auch mit Patienten konfrontiert, die schwere Erkrankungen haben und damit nicht zurecht kommen. Diese schweren seelischen Beschwerden der Patienten gehen in der Regel weit über das hinaus, mit dem Hausärzte normalerweise konfrontiert werden. Die Leitlinie "Psychosomatik" bietet für die Behandlung dieser Patientengruppe wichtige Hilfestellung."


Die Leitliniengruppe Hessen wurde 1998 mit dem Ziel gegründet, hausärztliche Leitlinien zu ausgewählten Themen der Arzneimittelverordnung bei bestimmten Krankheitsbildern zu erarbeiten, mit denen Hausärzte tagtäglich konfrontiert werden. Sie sollen die Behandlung unterstützen und auf hohem Qualitätsniveau standardisieren. Mittlerweile wurden 13 Leitlinien erarbeitet, die Arbeit der Gruppe mehrfach ausgezeichnet.


Umfangreiche finanzielle Unterstützung erhält die Leitliniengruppe durch die Kassenärztliche Vereinigung Hessen. Deren stellvertretender Vorsitzender, Dr. Gerd W. Zimmermann, sieht die Unterstützung als wichtige Maßnahme zur Qualitätssicherung durch die KV Hessen an: "Wieder einmal sind hessische Hausärzte Vorreiter in einem wichtigen Feld der hausärztlichen Tätigkeit. Wir unterstützen diese Arbeit mit voller Überzeugung und von Anfang an, ohne in irgendeiner Weise inhaltlich Einfluss zu nehmen. Die Arbeit folgt strengsten wissenschaftlichen Standards."


Die KV Hessen wird die Inhalte der neuen Leitlinie ihren Mitgliedern durch ihre Publikation zur rationalen und rationellen Arzneimittelverordnung, KVH aktuell Pharmakotherapie, zur Verfügung stellen. Darüber hinaus wird die Leitlinie Gegenstand der Arbeit in den hausärztlichen Qualitätszirkeln der KV Hessen sein. Die neue Leitlinie ist im Internet unter www.kvhessen.de sowie unter www.leitlinien.de publiziert.



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