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Mehr sehen – mehr wissen

Der Einblick in den menschlichen Körper ist nirgends so direkt möglich wie am Auge. Die durchsichtige Hornhaut und der ebenso transparente Glaskörper erlauben Augenärzten bereits seit langem den Blick ins Augeninnere und auf die Netzhaut. Hochmoderne Verfahren haben den diagnostischen Blick inzwischen so weit verfeinert, dass selbst einzelne Zellschichten darstellbar sind, die man sonst nur nach einer Gewebeentnahme unter dem Mikroskop sieht.

 

1850 erfand Hermann von Helmholtz den Augenspiegel, der bis heute ein wichtiges, weil einfaches Werkzeug des Augenarztes ist. Über einen halbdurchlässigen Spiegel leitet er Licht ins Auge, so dass die Netzhaut sichtbar wird. In den vergangenen Jahrzehnten sind verschiedene Kameras, Laser und Hightech-Geräte hinzugekommen, die einen wesentlich detaillierteren Blick ins Auge ermöglichen. Digitale Fotos des Augenhintergrundes dokumentieren den Krankheitsverlauf und den Behandlungserfolg objektiv. Nutzt man einen geeigneten Farbstoff als Kontrastmittel und bestrahlt zudem die Netzhaut mit einem bestimmten Licht, dann entstehen Aufnahmen, die vor allem den Zustand der Blutgefäße im Auge erhellen. Diese Fluoreszenzangiographie genannte Methode wurde in den 60er Jahren entwickelt. Ohne Kontrastmittel kommt ein Verfahren aus, das die Autofluoreszenz des Gewebes nutzt: Mit einem bestimmten Licht bestrahlt, treten verschiedene Strukturen wie beispielsweise die für die Altersabhängige Makuladegeneration typischen Drusen besonders deutlich hervor. Bei der Retinatomographie (HRT) tastet ein schwacher Laserstrahl die Stelle ab, an der der Sehnerv das Auge verlässt. Das Verfahren wird vor allem in der Früherkennung und Verlaufskontrolle des Glaukoms (grüner Star) eingesetzt und zeigt schon minimale Veränderungen an dieser sensiblen Stelle des Auges.

 

Besonders faszinierend ist die optische Kohärenztomographie (OCT), die Licht zur Entfernungsmessung reflektierender Gewebeschichten nutzt. Dieses Verfahren kann einzelne Zellschichten der Netzhaut abbilden - inzwischen in einer Auflösung von nur fünf Mikrometern (fünf tausendstel Millimetern). Die OCT entwickelt sich rasant und gibt schon heute in der Verlaufskontrolle der aggressiven feuchten AMD wertvolle Hinweise auf eine für jeden Patienten maßgeschneiderte Therapie.

 

Allerneueste Techniken erlauben es, die verschiedenen Verfahren zu kombinieren und die Ergebnisse in Beziehung zueinander zu setzen. In der Zukunft wird man sich die verschiedenen Befunde in ein dreidimensionales Modell des Auges hineinprojizieren. Schon jetzt hat die Kombination von Angiographie und OCT einen großen Wissensgewinn gebracht. In der Zukunft wird der Augenarzt für jeden einzelnen Patienten die für seine Krankheit aussagekräftigsten Verfahren kombinieren. Darauf aufbauend wird er die individuell optimale Behandlungsstrategie entwickeln. Forscher versprechen sich neue Erkenntnisse über die Prozesse, die zu einer Augenkrankheit führen und neue Ansätze, wie sie die Krankheiten erfolgreich bekämpfen können.

 

(Quelle: AAD - Hassenstein)



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