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Spezialkamera für Frühgeborene: präzise und schonend im Kampf um das Augenlicht

02.06.2014

Mithilfe großzügiger Spenden kann am Universitätsklinikum Frankfurt eine Spezialkamera angeschafft werden, durch die sich starke Sehbehinderungen bei Frühgeborenen verhindern lassen. Das 60.000 Euro teure Gerät ist einmalig in der Rhein-Main-Region

Die augenärztliche Versorgung von Frühgeborenen in Hessen konnte durch eine großzügig gestiftete Spezialkamera erneut spürbar verbessert werden. Retinopathie, eine bei Frühgeborenen häufig auftretende Erkrankung der Netzhaut des Auges (Retina), lässt sich damit exakter diagnostizieren und erfolgreicher therapieren. Bei dieser Komplikation kann es zu starken Sehbehinderungen und sogar zur vollständigen Erblindung kommen. Die 60.000 Euro teure Retinakamera „RetCam“ ermöglicht nun eine hochpräzise, schnelle und schonende Netzhautdiagnostik, die belastungsintensive Untersuchungsverfahren ersetzt. Durch großzügige Spenden von Irmgart Groß, Jürgen Weber von der Sparda-Bank und Uwe Holzer von BMW Frankfurt sowie der beiden Stiftungen Augenstern e.V., Vorsitzende Prof. Alina Zubcov-Iwantscheff, und Kinderhilfestiftung e.V., Vorsitzender Bruno Seibert, kann jetzt eine solche Spezialkamera für das Universitätsklinikum Frankfurt angeschafft werden. „Wir freuen uns darüber, mit der Retinakamera die Diagnostik des kindlichen Auges am Universitätsklinikum Frankfurt weiter optimieren zu können“, sagte Prof. Thomas Kohnen, Direktor der Klinik für Augenheilkunde, im Rahmen der Spendenübergabe am 28. Mai. „Die kurze Anwendungsdauer und die maximal schmerzreduzierte Verfahrensweise machen die Behandlung gerade für unsere jüngsten Patienten deutlich angenehmer. Wir danken den großzügigen Spendern, die das ermöglicht haben“, ergänzt Prof. Thomas Klingebiel, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. „Dieses „State of the Art“-Diagnostikverfahren ist einmalig in der Rhein-Main-Region“, so Prof. Klingebiel weiter. Beide Fachkliniken werden das Gerät zukünftig gemeinsam nutzen.

Präzise Diagnostik des Augenhintergrunds in Sekundenschnelle
Entscheidend für die erfolgreiche Therapie der Retinopathie, die zu den typischen Komplikationen bei Frühgeborenen zählt, ist das frühzeitige Erkennen der Krankheit. Vor dem Erreichen bestimmter irreversibler Schweregrade muss eine spezielle Behandlung eingeleitet werden. Bislang waren dafür mehrfache Untersuchungen des kindlichen Augenhintergrundes erforderlich, die für die Frühgeborenen belastend sind. „Durch die Spezialkamera, die den Hintergrund des kindlichen Auges exakt fotografiert, kann die Entwicklung krankhafter Veränderungen von Blutgefäßen am Augenhintergrund jetzt in Sekundenschnelle erfasst werden – zuverlässig und weitgehend ohne Belastung der Frühgeborenen“, sagt Prof. Rolf Schlößer, Leiter des Schwerpunktes Neonatologie. 

Über die Retinakamera „RetCam“
Die Retinakamera „RetCam“ ist ein aus drei Komponenten bestehendes System, das sich aus einer Kamera mit Weitwinkelobjektiv, einer Lichtquelle und einem Computer zusammensetzt. Ob am Bett oder Inkubator eines frühgeborenen Patienten angebracht – das Gerät kann mobil eingesetzt werden. Nachdem die kindliche Pupille weitgestellt und die Hornhaut betäubt sind, wird das Objektiv auf das Auge aufgesetzt, um die einzelnen Abschnitte des Augenhintergrunds zu fotografieren oder zu filmen. Das entstandene Bildmaterial kann digital dargestellt, bearbeitet und archiviert werden und steht auf diese Weise der vergleichenden Beurteilung von Netzhautveränderungen durch die Augenärzte zur Verfügung. Ein weiterer Vorteil ist zudem die Möglichkeit, den Eltern der betroffenen Kinder Verlauf und Ausmaß der Retinopathie am Monitor des Gerätes zu veranschaulichen. 



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