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Weltweit erstmalig Linse mit vierfachem Brennpunkt eingesetzt

Die Operation des Grauen Stars ist die weltweit am häufigsten durchgeführte Operation überhaupt. Kein anderer medizinischer Eingriff wird so oft angewandt, wie die Entfernung der altersbedingt getrübten Augenlinse und die darauf folgende Implantation einer Kunstlinse. Standardmäßig werden bei diesem Eingriff wie auch bei der operativen Korrektur von Kurz-, Weit- und Alterssichtigkeit Einstärkenlinsen eingesetzt. Sie ermöglichen scharfes Sehen in einem vorher festgelegten Distanzbereich – meistens in die Ferne. Für das Sehen in andere Entfernungen, zum Beispiel beim Lesen und für den üblichen Abstand bei der Arbeit am Computer, wird zusätzlich eine Brille benötigt. 
Mehrstärkenlinsen bieten die Möglichkeit, in mehreren Entfernungen scharf zu sehen. Am Universitätsklinikum wurde weltweit erstmalig die neuste Entwicklung dieser Implantate eingesetzt, eine Linse mit vier Brennpunkten: die Panoptix der Firma Alcon. 

Außergewöhnliche Technologie
„Wir sind uns sicher, mit der Panoptix noch einmal eine neue Qualitätsstufe erreicht zu haben. Natürlich müssen sich die Vorteile in Studien mit mehr Teilnehmern noch bestätigen. Aber die Ergebnisse bei den ersten beiden Patienten sind sehr gut“, sagt Prof. Thomas Kohnen, Direktor der Klinik für Augenheilkunde sowie aktueller Vizepräsident und im nächsten Jahr Präsident der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft.  
Bisher verfügten die hochwertigsten Kunstlinsen über drei Brennpunkte, an denen das Licht aus einem bestimmten Abstand vom Auge gebündelt wird. Diese liegen in der Regel bei 40 cm, 80 cm und in der Ferne. Das bedeutet, die Nutzer können mit der Kunstlinse in diesen drei Entfernungen ihren Blick scharf auf etwas fokussieren. Die Panoptix ist eine sogenannte quadrofokale Linse. Sie verfügt über einen vierten Brennpunkt bei 120 cm. Dadurch wird aber kein weiterer Schärfebereich ergänzt, sondern die Qualität des Sehens wird deutlich erhöht. Das Licht wird von diesem Brennpunkt auf andere Bereiche der Linse und der Netzhaut weitergelenkt. Dadurch erreicht die PanOptix eine um mehrere Prozent höhere Lichtausbeute als andere multifokale Linsen und damit eine signifikante Erhöhung der Sehschärfe. 
Außerdem liegt der mittlere Brennpunkt bei 60 anstelle der üblichen 80 cm. Die Mehrzahl der Tätigkeiten führen Menschen in der Entfernung einer Armlänge von 60 bis 70 cm durch. Der mittlere Wert der neuen Linse von 60 cm sollte für die Patienten also noch angenehmer sein. Die ersten Ergebnisse entsprechen dieser Erwartung. Die Panoptix wurde von den beiden Patienten sehr gut akzeptiert und lieferte eine exzellente Sehschärfe.

Anspruchsvoller Eingriff erfordert besondere Expertise und Ausstattung
Der erste Einsatz der nächsten Generation von Kunstlinsen wurde in Frankfurt durchgeführt, weil hier eine einzigartige Expertise und Erfahrung auf dem Gebiet der Linsenchirurgie vorliegt und die technische Ausstattung sich auch im internationalen Vergleich auf höchstem Niveau befindet. Das ist notwendig, weil für diese Eingriffe höchste Präzision erforderlich ist. Sie wird am Universitätsklinikum mit dem modernsten Femtosekundenlaser auf dem Markt erreicht. Das Gerät schneidet extrem präzise die Hornhaut auf und zerkleinert die alte Linse, bevor die neue eingesetzt werden kann. Während der OP wird individuell eine optische Kohärenztomographie (OCT), also eine akkurate Erfassung von Hornhautstruktur und Augenlinse des jeweiligen Patienten durchgeführt. So können vom Operateur alle Parameter des Eingriffs mikrometergenau an die anatomischen Voraussetzungen des Patienten angeglichen werden.

Modernste Technik allein ist allerdings nicht ausreichend. Die Erfahrung des Operateurs ist in der Linsenchirurgie immer noch unumgängliche Voraussetzung für den Operationserfolg. Prof. Kohnen gehört zu den bundesweit geübtesten Linsenchirurgen. Die Augenheilkunde in Frankfurt verfügt mit über 1.200 Eingriffen über die größte Erfahrung in Hessen und darüber hinaus. Dieser Kompetenz- und Wissensvorsprung drückt sich in der Qualität der Behandlung aus. 
Gleichzeitig bringt die Frankfurter Augenheilkunde auch die Wissenschaft auf diesem Gebiet weiter voran. Keine andere Klinik in Hessen und nur wenige in Deutschland haben ähnlich viele wissenschaftliche Publikationen zu den modernsten multifokalen Linsenarten. „Für uns gehören die Weiterentwicklung der medizinischen Verfahren und die höchstmögliche Qualität für unsere Patienten unmittelbar zusammen“, merkt Prof. Jürgen Schölmerich, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Frankfurt.



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