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DB Mobilitätszentrale; örtlicher Begleitservice

Selbstbestimmte Mobilität ist ein Grundrecht und eine wichtige Voraussetzung für die Teilhabe am öffentlichen und sozialen Leben. Sehbehinderte haben darauf denselben Anspruch wie andere. Sich in fremder Umgebung zurechtzufinden und/oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Nah- oder Fernverkehr unterwegs zu sein, kann für sie jedoch eine große Herausforderung sein. Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es?

DB Mobilitätszentrale

DieMobilitätsservice-Zentrale der Deutschen Bahn unterstützt Menschen mit Handicap bei der Reiseplanung und berät persönlich, z.B. zur Barrierefreiheit und Zugauswahl. Es können Sitzplätze reserviert und Fahrscheine gekauft werden, die wahlweise zugesandt oder zur Abholung am Ticketautomaten hinterlegt werden. 

Sehbehinderte und andere mobilitätseingeschränkte Menschen können darüber hinaus Hilfen beim Ein-, Um- oder Aussteigen für Reisen in ganz Deutschland anmelden (mindestens einen Werktag vor Reiseantritt). Das Unterstützungsangebot gilt innerhalb des Bahnhofs, auf Wunsch bis zum Taxi oder ähnliches. Auch der Koffer wird bei Bedarf kostenlos transportiert.

Persönlicher Kontakt

Die DB Mobilitätsservice-Zentrale ist über folgende Kontaktdaten täglich von 6 bis 22 Uhr erreichbar:

Telefon: 0180 6 512 512
(20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf)
Fax: 0180 5 159 357
(14 ct/Min. aus dem Festnetz, Tarife bei Mobilfunk ggf. abweichend, max. 42 ct/Min)   
E-Mail: mszdeutschebahncom

Infos zu Bahnhöfen im Internet

Unter www.bahnhof.de/bahnhof-de sind Informationen zu den 5.400 DB-Bahnhöfen abrufbar. Bisher sind ca. 3.500 Bahnsteige mit einem taktilen Leitsystem (Bodenindikatoren) ausgestattet. In einigen Bahnhöfen gibt es bereits Handlaufbeschriftungen mit Prismen- oder Brailleschrift oder Tafeln mit taktilen Lageplänen.

Bus & Bahn-Begleitservice

In einigen Städten wie Frankfurt, Berlin oder München wird ein „Bus & Bahn-Begleitservice“ angeboten, der mobilitätseingeschränkte Menschen (geh- oder sehbehindert) von der Wohnungstür zum Ziel und wieder zurück begleitet.

Eine Übersicht finden Sie in der Datenbank Touristische Angebote für blinde und sehbehinderte Menschen in Deutschland des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes e.V.

Sonderfahrdienste und Mobilitätsdienste

Sonderfahrdienste oder bezirkliche Mobilitätsdienste sorgen dafür, dass Menschen, die Bus oder Bahn aufgrund ihrer Einschränkungen nur schwer allein nutzen können, mobil bleiben. Sie ermöglichen die An- und Abfahrt von/bis zur Wohnungstür sowie die Begleitung bei Arzt- oder Behördenbesuchen, aber auch bei Einkäufen, Spaziergängen oder Kulturveranstaltungen. Träger der Mobilitätshilfedienste sind in der Regel gemeinnützige Organisationen. Die Dienste können entgeltfrei bzw. mit einer geringen Eigenbeteiligung in Anspruch genommen werden. Bitte erkundigen Sie sich vor Ort, welche Dienste in Ihrer Region oder Stadt zur Verfügung stehen.

Das Blindenmobil – kostenloser Fahr- und Begleitdienst für blinde und stark sehbehinderte Menschen

Das Blindenmobil ist ein Fahrdienst der ganz besonderen Art. Er funktioniert nach dem bewährten „Vier-Augen-Prinzip", bei dem Blinde und Sehbehinderte nicht nur von A nach B gefahren, sondern auch in nichtalltäglichen Situationen unterstützt werden. Sei es bei Behördengängen, Bankgeschäften oder Facharztterminen, beim Ausfüllen von Formularen, Unterzeichnen von Dokumenten oder Zurechtfinden in fremden Gebäuden.

Bisher ist das Blindenmobil in Berlin, Köln, Hannover, Hamburg, Stuttgart, Rhein-Main und drei Mal im Ruhrgebiet im Einsatz. Weitere Großstädte sollen folgen.